Wer zahlt für Schäden am 'neuen' Radweg?
"Endlich ist er da, der Radweg zwischen Osterspai und Braubach", so die Gedanken vieler Bürgerinnen und Bürger aber auch der Kommunalpolitik im vergangenen Jahr bei der Eröffnungsveranstaltung in Osterspai. Doch schon zum damaligen Zeitpunkt und jetzt, nur etwa ein Jahr nach der Eröffnung, sind die ersten Schäden mehr als offensichtlich: Beton und Farbe bröckeln an der Bordsteinkante an zahlreichen Stellen entlang der Bundesstraße 42 speziell im Bereich zwischen Dinkholder Tal und Braubach ab. Darüber hinaus sind auch heute schon Schäden in der Fahrbahn des Radwegs nicht zu übersehen.

Wer für die bereits vorhandenen Betonschäden entlang des Radwegs zwischen Braubach und Osterspai aufkommt, steht derzeit noch nicht fest. Die SPD-Fraktion im VG-Rat Braubach hofft auf eine rasche Lösung des Problems seitens des Landesbetriebs Mobilität in Diez.
Foto: Mike Weiland
Nicht nur im Kreistagsausschuss für Wirtschaftsförderung, Tourismus und ÖPNV in Bad Ems war dies vergangene Woche Thema. Auch die SPD-Fraktion im Verbandsgemeinderat Braubach hatte sich durch ihren Sprecher Mike Weiland bereits an den zuständigen Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Diez gewandt, um nach dem Sachstand in der Angelegenheit zu fragen. Im Kommunalwahlkampf hatte es damals gegenüber der SPD seitens des Landesbetriebs geheißen, der LBM sei von Seiten der Verwaltung über die Schäden informiert und habe sich der Sache angenommen. Gehört hat der Bürger seit dem allerdings nichts mehr und eine Sanierung ist ebenfalls nicht erfolgt. Auf telefonische Nachfrage beim LBM erhielt Weiland jetzt die Auskunft, es sei ein Gutachten mit Kostenschätzung in Bezug auf die Schäden erstellt worden. Dieses liege jetzt vor. Auf die Frage des SPD-Fraktionssprechers, ob es möglich sei, die damals ausführende Baufirma im Rahmen der Gewährleistungsplicht in Regress zu nehmen, ließ der LBM verlauten, dass man sich derzeit in der Diskussion befinde, wer für die Schäden haften und aufkommen müsse. Erst wenn dies geklärt sei, könne mit der Instandsetzung des 'neuen', aber bereits schadhaften Radwegs begonnen werden.
"Gut, dass der LBM weiterhin an der Sache dran ist", so Weiland. Gerade nach dem harten und langen Winter wisse man ja nicht genau, was der Frost noch als Übriges im schadhaften Beton angerichtet habe. Es bleibt für die Radler und insbesondere Inline-Skater zu hoffen, dass der Landesbetrieb schnell zu einer Lösung findet und der Radweg wieder in Ordnung gebracht wird.