
Dieses Bild der alten Zuggarnituren gehört ab 12. Dezember 2010 auf der rechtsrheinischen Bahnstrecke wohl überwiegend der Vergangenheit an. Die VIAS GmbH wird mit neuen modernen Triebwagen den Nahverkehr übernehmen.

Dieses Bild der alten Zuggarnituren gehört ab 12. Dezember 2010 auf der rechtsrheinischen Bahnstrecke wohl überwiegend der Vergangenheit an. Die VIAS GmbH wird mit neuen modernen Triebwagen den Nahverkehr übernehmen.
Mit Fahrplanwechsel am 12. Dezember 2010 beginnt eine neue Ära im Personennahverkehr auf der rechtsrheinischen Bahnstrecke zwischen Frankfurt über Wiesbaden, Rüdesheim und Koblenz nach Neuwied. Die VIAS GmbH übernimmt die Personenbeförderung und setzt ausschließlich fabrikneue Elektrotriebwagen modernster Bauart ein. Dazu wurden 14 vierteilige und 5 dreiteilige Regionaltriebzüge des Typs FLIRT, der Stadler Pankow GmbH bestellt. Die Abkürzung Flirt steht für Flinker Leichter Innovativer Regional Triebzug. Damit gehe eine schon lange Zeit von den Jusos Kamp-Bornhofen vertretene Forderung, die auch schon vor einigen Jahren in der Bahnzentrale in Berlin mehrmals persönlich und schriftliche bei verantwortlichen Stellen kund getan worden sei, in Erfüllung, zeigten sich jetzt die beiden SPD-Vorsitzenden Mike Weiland und Andreas Kahl höchst zufrieden. Gerade Schüler hätten sich in den vergangenen Jahren oft über altes Fahrzeugmaterial beklagt und auch älteren Menschen sei das Ein- und Aussteigen nahezu jedes Mal zur Qual geworden.
Bis zu 160 km/h schnelle, energieeffiziente Fahrzeuge in neuem Design und mit heller und freundlicher Innenausstattung bieten künftig ein großzügiges Platzangebot mit 170 bzw. 230 Sitzplätzen. Hierzu gehören bequeme, ergonomisch geformte Sitze mit großformatigen Panoramafenstern. Die Züge sind gerade nach den im Sommer geführten Debatten um überhitzte Züge der Deutschen Bahn AG bei der VIAS GmbH voll klimatisiert und zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger im Mittelrheintal vor allem sehr geräuscharm. Auch hierüber freuen sich Kahl und Weiland und begrüßen zudem, dass die Fahrzeugeinrichtung mit wesentlichen Elementen für Barrierefreiheit ausgerüstet ist. „Die Bevölkerung wird immer älter, die Menschen werden weniger jung sein – da ist es wichtig, dass die Züge heute standardmäßig für jedermann problemlos erreichbar sind“, so die SPD-Vorsitzenden weiter.
Auch Verbesserungen beim Zugangebot – weitere Züge
Insbesondere verbessert sich auch das Zug- und Fahrtzeitenangebot mit dem Fahrplanwechsel: Es werden künftig immer alle Gemeinden angefahren, was insbesondere in Filsen und Kestert in den vergangenen Jahren nicht mehr der Fall war. „Dadurch, dass die Züge schneller bremsen und beschleunigen können, verlängert sich aber dennoch nicht die Fahrzeit“, bekundete jetzt Mike Weiland und Andreas Kahl begrüßte die Vorteile des neuen Fahrplans: In Richtung Koblenz sei bisher der erste Zug morgens um 5.35 Uhr gefahren. Dies sei ab 12. Dezember 2010 bereits um 5.09 Uhr möglich. Die letzte Möglichkeit, abends per Bahn nach Koblenz zu kommen, habe man bisher um 22.21 Uhr gehabt. Dies ist nach neuem Fahrplan dann um 22.42 Uhr vorgesehen.
Eine wesentliche Verbesserung von Koblenz aus in Richtung Kamp-Bornhofen ergibt sich künftig auch in den Abendstunden. Während man bisher um 22.10 Uhr in Koblenz losfuhr und bereits um 22.33 Uhr in Kamp-Bornhofen ankam, gibt es neu einen Zug, der Koblenz um 22.54 Uhr verlassen und um 23.18 Uhr Kamp-Bornhofen erreichen wird. „Dies bringt abends fast eine Verbesserung von einer dreiviertel Stunde“, so die SPD-Vertreter. Einziger Wehrmutstropfen: „Die Schülerinnen und Schüler in Richtung Lahnstein müssen morgens etwas früher aufstehen, denn der bisher um 7.21 Uhr verkehrende Zug fährt ab Dezember bereits um 7.12 Uhr – also nicht verschlafen“, kommentierten Andreas Kahl und Mike Weiland diese Änderung mit einem Augenzwinkern.
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