Jusos regen Beschaffung einer eigenen Geschwindigkeitsanzeigetafel für Kamp-Bornhofen an

Seit vielen Jahren unterstützen die Nachwuchs-SPDler in Kamp-Bornhofen die Gemeinde bei Verkehrssicherheitsmaßnahmen am Kindergarten und der Grundschule, indem sie die mit Farbe aufgesprühten Warnzeichen erneuern. Nun regen die jungen Kommunalpolitiker an, dass sich die SPD-Ratsfraktion mit der Beschaffung einer eigenen Geschwindigkeitsanzeigetafel für die Gemeinde beschäftigen sollte, um diese beispielsweise regelmäßig an der Grundschule aufzuhängen. Beim Ortstermin mit dabei (v. l. n. r.): Mike Weiland, Andreas Kahl, Peter Runkel und Niko Krigos.
Schon seit vielen Jahren setzen sich die Jusos Kamp-Bornhofen für den Erhalt der 30er-Zeichen auf den Straßen in der Gemeinde ein. Nun beschäftigten sie sich nun mit den Einsatzmöglichkeiten einer Geschwindigkeitsanzeigetafel. „Die Erfahrungen mit solchen Dialog-Anzeigetafeln sind im Lande insgesamt positiv, was auch durch Studien, die unter Verkehrsexperten anerkannt sind, belegt wird", erläuterten jetzt die beiden SPD-Vorsitzenden Mike Weiland und Andreas Kahl gegenüber den Jusos aus Kamp-Bornhofen. Die Jusos werden daher die SPD-Gemeinderatsfraktion um deren Sprecher Jürgen Dedekind anregen, sich im Zuge der Fusion der beiden Verbandsgemeinden Braubach und Loreley mit dem Gedanken zur Beschaffung einer eigenen Anzeigetafel für die Gemeinde Kamp-Bornhofen zu beschäftigen.
Gerade an den hauptsächlichen Schul- und Kindergartenwegen, entlang der Rheinuferstraße oder auch in der Burgenstraße sei beispielsweise der Einsatz einer Messtafel, die den Autofahrern ihre Geschwindigkeit anzeige, sinnvoll, weil die Verkehrsteilnehmer dadurch ohne nachhaltige Bestrafung sensibilisiert würden, so die Meinung von Peter Runkel, dem stellvertretenden Juso-Vorsitzenden. Außerdem ließen sich je nach Gerät die gemessenen Daten auch anonym speichern und über einen gewissen Zeitraum auswerten, was Rückschlüsse über die Gesamtverkehrssituation an konkreten Stellen in der Gemeinde zulasse, begrüßt Juso-Vorstand Niko Krigos die Idee der jungen SPDler.
Zwar habe die Verbandsgemeinde Braubach vor wenigen Jahren bereits eine Messtafel angeschafft, die die Gemeinde nutzen könne, doch werde mit der Fusion die Begehrlichkeit von fünf auf 22 Gemeinden und Städte steigen, so dass mit Sicherheit eine Warteliste angelegt werden müsse, um die Wünsche zur Aufstellung der Anzeigetafel im neuen Verbandsgemeindegebiet koordinieren und befriedigen zu können“, so die Abschätzung von Mike Weiland, der auch Fraktionsvorsitzender der SPD im Verbandsgemeinderat Braubach ist. „Wenn auch Knöllchen wahrscheinlich nachhaltiger wirken, so ist aber eine direkte aktuelle und auch gewollte Geschwindigkeitsreduzierung bei den betroffenen Fahrern fast immer feststellbar“, ergänzte Andreas Kahl. Der Sinn dieses Gerätes ist nach Ansicht der Jusos nicht die Bestrafung der ertappten Fahrzeuglenker, sondern vielmehr eine Reduzierung der Geschwindigkeit und die Stärkung eines Bewusstseinseffekts der Verkehrsteilnehmer.
Was die Kostenfrage bei der Beschaffung angeht, so haben sich die Jusos bereits informiert: An öffentlichen Straßen zulässig ist auch das Anbringen von Dialog-Anzeigetafeln mit Werbesponsoring. Hierüber ließe sich bei entsprechenden Anstrengungen der Ortsgemeinde mit Sicherheit eine solche Tafel nicht nur refinanzieren, sondern vielleicht sogar Folgekosten decken.
"Im Sinne der Verkehrssicherheit der Bürgerinnen und Bürger, insbesondere aber der Kinder unserer Heimatgemeinde, die die Schwächsten im Straßenverkehr sind, wird sich die Fraktion natürlich gerne der Anregung der jungen SPDler annehmen", sagten der stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat, Andreas Kahl, und SPD-Vorsitzender Mike Weiland zu.