SPD Katzenelnbogen

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SPD-Fraktion begrüßt Lewentz Äußerungen zur Rheinbrücke

Veröffentlicht am 06.12.2010 in Veranstaltungen

Die jüngsten Äußerungen von Innenstaatssekretär Roger Lewentz zu den laufenden Planungen für die Mittelrheinbrücke werden seitens der SPD-Fraktion im Verbandsgemeinderat Braubach sehr begrüßt. „Roger Lewentz hat vor wenigen Tagen in einem Zeitungsinterview mehr Bürgerbeteiligung im Planungsverfahren angekündigt und darüber hinaus auch wichtige Projekte im Umfeld der Brücke genannt, die realisiert werden müssen“, erläuterte SPD-Sprecher Mike Weiland den Fraktionsmitgliedern während der jüngsten Zusammenkunft. Beispiele seien hier aus Sicht von Lewentz der Ausbau der Anbindung an die A 61, die Ertüchtigung der L 334 von Wellmich in den Taunus und die Anbindung der Brücke an das Radwegenetz, so Weiland.

Dies sei zu begrüßen, erklärten die Fraktionsmitglieder Jürgen Dedekind und Rita Wolf, denn nur ein ganzheitliches Konzept mache Sinn und da gehörten eben die Anbindungen dazu. Die Region brauche die Brücke. Sie sei eine wirkliche Perspektive insbesondere für Fuhrunternehmen oder Handwerksbetriebe auf der rechten Rheinseite, die einerseits eine viel bessere und schnellere Anbindung an die Autobahn 61 im Hunsrück erhielten, andererseits stelle der Rhein dann nicht mehr die westliche Grenze ihres Kundenkreises dar. Jörg May und Mike Weiland denken hier beispielsweise an kleinere Installateurbetriebe, denen es nicht möglich sei, aufgrund der fehlenden Rheinquerung 24-Stunden-Notfall-Verträge mit Kunden der linken Rheinseite zu schließen, da die Umwege ohne feste Verbindung zu groß und die damit anfallenden Fahrzeiten zu teuer seien. Albert Buchheit und Rudolf Helbach sehen hierin gerade auch im Hinblick auf die Betriebe in Richtung Loreley oder den vorderen Taunus einen wirklichen Wettbewerbsnachteil. Diesem könne mit dem Bau einer Rheinbrücke entschieden entgegen gewirkt werden, sind sich die Ratsmitglieder sicher.
Die Brücke wird seitens der SPD-Fraktion auch als wichtiges Element angesehen, wenn es darum gehe, jungen Familien das Rheintal als Wohnort schmackhaft zu machen. Momentan werden die Menschen im Rheintal immer weniger und dazu auch im Schnitt älter. Diesen Trend könne man mittels Brücke ebenfalls möglicherweise ein gutes Stück verlangsamen, so Claudia Wolf, denn mit einer Brücke werden für Familien auch Arbeitsplätze auf der anderen Rheinseite, die praktisch vor der Haustüre liegen, aber derzeit nicht rund um die Uhr ohne Umwege erreichbar sind, greifbar nahe und interessant. Als Beispiele sind hier die großen Gewerbegebiete entlang der A 61, die Hotel- und Übernachtungsbetriebe auf der linken Rheinseite, Krankenhäuser oder auch der Flughafen Hahn zu nennen. Befürworter findet man gerade hierzu auch auf Seiten der Unternehmen und bei den Handwerkskammern.
Für die SPD spielt die Einbindung der Menschen vor Ort schon immer eine große Rolle. Seitens der SPD werden daher auch in Zukunft Informations- und Diskussionsveranstaltungen zur Brücke angeboten. Mike Weiland berichtete, er habe gerade jüngst ein Gespräch mit einem Unternehmer geführt, der sich ebenfalls vehement für eine Brücke ausgesprochen habe. Ein anderer Unternehmer aus der Reisebranche sehe ebenfalls Bedarf, aber möglicherweise an einer anderen Stelle. „Alle Meinungen bekommt man bei einem solch großen Projekt immer nur schwierig unter einen Hut“, so das Gefühl des Fraktionssprechers, aber er müsse sich schon arg täuschen, wenn nicht eine riesige Mehrheit für die Brücke sei und die Mehrheit der Menschen habe man als Mandatsträger schließlich zu vertreten. Entscheidend sei eben der ständige Dialog mit allen Menschen, die Interesse an einem Austausch hätten, also Befürwortern und auch Pessimisten, so die SPD-Meinung abschließend. Hierfür stehe die SPD jedenfalls als verlässlicher Ansprechpartner zur Verfügung.

Nächste Gelegenheit zum Brücken-Gespräch

Die nächste Gelegenheit zum Gespräch sei am Donnerstag, 16. Dezember 2010, um 19.00 Uhr, im Gasthaus Germania „Zum Saustall“, Bachstraße 12, 56346 St. Goarshausen‐Wellmich. Hier hat der Vorsitzende der SPD-Loreley, Carsten Göller, zu einer „Stunde für die Brücke“ eingeladen. Es wird ein Film gezeigt, der eine Visualisierung der bislang vorliegenden Pläne enthält. Außerdem steht Landrat Günter Kern für die anschließende Diskussionsrunde zur Verfügung. Auch Staatssekretär Roger Lewentz ist ebenfalls angefragt. Zur besseren Planung sollte man sich jedoch anmelden unter web@carstengoeller.de.

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