SPD Katzenelnbogen

SPD Katzenelnbogen

SPD-Fraktion im Verbandsgemeinderat Braubach

Veröffentlicht am 29.09.2010 in Fraktion

Erste Stufe zur Entwicklung des Leerstandskatasters endlich abgeschlossen -
Verwaltung muss nun 2. Stufe umsetzen

Die SPD in der Verbandsgemeinde Braubach möchte langfristig die alten Ortskerne durch weitere Belebung für die Zukunft fit machen. Schon im Sommer 2009 stellte die Fraktion daher einen Antrag zur Entwicklung eines Leerstandskatasters. In einem solchen Verzeichnis sollten zunächst die nicht genutzten und leer stehenden Gebäude erfasst und im nächsten Schritt den Eigentümern möglicherweise bei der Weitervermittlung geholfen werden. Die erste Stufe dieses Vorhabens, nämlich die Erfassung der leeren Gebäude, ist jetzt dank der Unterstützung der Orts- und Stadtbürgermeister flächendeckend in den 5 Gemeinden abgeschlossen. Nun gilt es, mindestens analog des erfolgreichen Konzepts der Verbandsgemeinde Loreley, die Daten auszuwerten. In einer eigenen Rubrik auf der Verbandsgemeinde-Internetseite sollte man künftig den Eigentümern der Gebäude behilflich sein, dass sie ihre Objekte dort kostenfrei zum Verkauf oder zur Vermietung anbieten können. Auch die Baulückengrundstücke können in dieses Angebot einbezogen werden.

Zwar seien die aktuellen Leerstände insgesamt noch nicht dramatisch, doch schon heute müsse man mit sinnvollen Aktionen dem anhaltenden Trend entgegenwirken, so die Meinung der SPD-Ratsmitglieder Jürgen Dedekind und Andreas Kahl. Doch die Zahlen sprechen für sich: In Braubach gibt es derzeit 9, im Ortsteil Hinterwald 2 leer stehende Gebäude. 15 Baulückengrundstücke sind laut Verwaltung noch vorhanden. In der Gemeinde Dachsenhausen gibt es bei weitaus geringerer Einwohnerzahl 8 Leerstände und darüber hinaus noch 24 freie Grundstücke, auf denen gebaut werden kann. In Filsen gibt es derzeit 3 leer stehende Gebäude und noch 34 Baulücken. Kamp-Bornhofen weist aktuell 9 Leerstände und 41 Baulückengrundstücke auf, wobei gerade bei den Baulücken noch zu prüfen wäre, ob diese auch aufgrund von hochwasserschutzrechtlichen Vorschriften überhaupt alle bebaubar sind. In Osterspai gibt es 12 leer stehende Häuser und weitere 31 Baulücken. „Das ist Entwicklungspotenzial, mit dem man sich beschäftigen muss, um die Gemeinden nach vorne zu bringen“, sind sich Fraktionssprecher Mike Weiland und Ratsmitglied Albert Buchheit sicher.

„Es muss nun zeitnah eine geeignete Darstellung und Bewerbung im Internet entwickelt und angeboten werden“, betonten Rudolf Helbach und auch Ottmar Lamberti, die noch regen Handlungsbedarf seitens der Verwaltung bis zur restlosen Umsetzung des SPD-Antrags sehen. Schon im Antragsschreiben, das einmütig im Rat verabschiedet worden ist, hatte die SPD auf das positive Beispiel der Verbandsgemeindeverwaltung Loreley hingewiesen. „In diese Richtung gilt es nun schnellstens zu arbeiten“, unterstrichen Rita und Claudia Wolf die SPD-Forderung. Man hatte sich im Verbandsgemeinderat im Rahmen der Zustimmung darauf verständigt, dass der aktuelle Sachstand zur Erfassung der Bestandsdaten bereits im Oktober 2009 erreicht sein sollte. Nun hängt man der selbst gesteckten Umsetzung knapp ein Jahr hinterher. Es gelte daher jetzt seitens der Verwaltung zügig weiter zu arbeiten, um das Angebot abzuschließen, so die Meinung der SPD, die darum gebeten hat, die Thematik bei der nächsten Ratssitzung erneut auf die Tagesordnung zu nehmen.

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