SPD Katzenelnbogen

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Partnerland Ruanda stieß auf reges Interesse

Veröffentlicht am 14.11.2010 in Veranstaltungen

Viel Anklang und Resonanz fand der Vortrag von Staatssekretär Roger Lewentz, den er jetzt als Gast beim SPD-Ortsverein über das rheinland-pfälzische Partnerland Ruanda in Kamp-Bornhofen vor gut 30 Zuhörern hielt. Im Rahmen der neu initiierten "Kamp-Bornhofener-Gespräche", zu der die örtliche SPD um ihren Vorsitzenden Mike Weiland künftig etwa ein bis zweimal im Jahr regelmäßig und über Parteigrenzen hinweg einladen möchte, referierte Lewentz nach einer kurzen Begrüßung der Gäste durch die stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende Nelly Schneider zunächst über Schulprojekte und ging hierbei insbesondere auf die Partnerschaft der Grundschule Kamp-Bornhofen mit einer afrikanischen Schule ein.

Lewentz war voll des Lobes in Anspielung auf zahlreiche Partnerschaftsprojekte, die landesweit in Rheinland-Pfalz mit Ruanda laufen. Sie halten die so genannte Graswurzelpartnerschaft am Leben und vor allem auf vielen Ebenen und nicht nur von staatlicher Seite her aktiv. Selbst kleinere Institutionen, Kinderprojekte oder Private können schon mit kleinen Aktionen ihren Anteil zur positiven Entwicklung des Partnerlandes in Afrika leisten. Roger Lewentz schilderte mit beeindruckenden Bildern untermalt, die allesamt während seiner eigenen Aufenthalte in Ruanda entstanden waren, wie die rheinland-pfälzische Partnerschaft funktioniert. Neben den Schulprojekten ging er hierbei auch auf die Unterstützung der Menschen beispielsweise bei der Berufsbildung, beim Bau von Energieanlagen oder der Förderung des Umwelt- und Naturschutzes ein.

Das Land fördere schwerpunktmäßig auch die Kooperation mit Ruanda im Bereich des Tourismus oder etwa der Kultur, erläuterte der Staatssekretär. Hierbei ging er auch auf mögliche Synergieeffekte ein. Beispielsweise gebe es Überlegungen, die Hotelfachschulen in die Ausbildung von Ruandesen einzubinden, damit man langfristig Möglichkeiten und Kenntnisse auf diesem Sektor für einen sanften Tourismus schaffe. Zustimmung fand auch die Auffassung, dass man möglicherweise an einigen Stellen im Mittelrheintal, als Welterbe, mit dem Partnerland Ruanda werben und darauf aufmerksam machen könne. Weitere Erwähnung in dem gut eineinhalbstündigen Referat, dem die Zuhörer von Anfang bis Ende höchst aufmerksam folgten, fanden selbstverständlich auch die schützenwerten Silbernackengorillas, von denen es derzeit leider nicht mehr so viele Exemplare gibt. Lewentz berichtete über seine Erlebnisse und Eindrücke während seiner Teilnahme an der Delegationsreise des damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler. Hier wurde ihm die Ehre zuteil, dem deutschen Staatsoberhaupt einige der rheinland-pfälzischen Partnerprojekte zu zeigen und vorzustellen. Im Rahmen einer sich anschließenden Diskussion hatten die Zuhörer nach dem Vortrag dann die Möglichkeit, konkrete Fragen an Roger Lewentz zu stellen. Hierbei tauschte man sich unter anderem über die erschütternden Ereignisse der ruandischen Vergangenheit im Zusammenhang mit dem Völkermord aus, der noch heute viele Spuren in Ruanda hinterlassen hat. Die fortschreitende relativ positive politische Entwicklung des Landes sowie Eindrücke, die der Staatssekretär aus dem alltäglichen Leben der Menschen in Ruanda mitgenommen hat, rundeten die Gespräche und den Dialog unter den Gästen der SPD bei diesem guten Themenabend ab.

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